Wieviel Beschäftigung braucht ein Aussie?

Ein Aussie ist sicher kein Couch-Hündchen. Man muss sich im Klaren sein, dass ein Aussie ein Hütehund mit all seinen Eigenschaften ist. Nur mit spazierengehen wird er nicht zufrieden sein, es kann sein dass er sich dann selbst eine Beschäftigung sucht, die ihnen vielleicht auch nicht gefällt.

Sehr viele Hundehalter spielen mit ihren Welpen oft und schon viel zu früh (Hetz)-Spiele mit dem Ball. Solche Spiele putschen auf und führen in gewisser Weise zu einem Suchtverhalten. Das heißt aber nicht, dass wir solche Spiele nicht spielen dürfen. Aber alles mit Maß und Ziel, was ganz wichtig ist, nicht hinter dem Ball herhetzen.Der Hund soll soweit gefestigt werden, dass er z. B. erst auf Kommando den Ball holt. Sie wollen doch nicht dass er alles, was sich bewegt verfolgt. Im Welpenalter ist dies jedoch oft schwer zu erreichen. Jeder Hund braucht eine gewisse Reife bis er bestimmte Aufgaben erfüllen kann. Überfordern sie ihren Welpen nicht! Stellen sie ihm die Anforderungen zu hoch, dann wird er schnell den Spaß verlieren und macht was er will. Im Spiel kann man erwünschte Eigenschaften bewusst fördern und begrüßen und unerwünschte ignorieren und oder mit einem klaren "nein" belegen. Dies fördert eine positive Entwicklung.

Fünf oder zehn Minuten Kopfarbeit sind für einen erwachsenen Hund ermüdender als lange nur körperliche Beschäftigung.

Sie können jeden Tag nach ihren Wünschen gestalten: Größere oder kleinere Spaziergänge zum Gassigehen. Hier können sie einige Spiele einbauen, Leckerli suchen, Kinder suchen, Sitz und Bleib usw. üben , sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Wer viel miteinander spielt hat auch viel Spaß miteinander und das fördert die Bindung. Der Aussie sollte ihren Alltag mit erleben dürfen. Er möchte immer dabei sein, sollte sich aber auch zurückziehen können. Wie heißt es doch so schön: „Schlafende Hunde weckt man nicht ". Vor allem Welpen brauchen genügend Ruhe- und Schlafphasen.

Für einen Welpen wäre der Besuch einer Hundeschule mit Welpengruppe sinnvoll. Hier können sie unbeschwert mit Artgenossen spielen. Verlangen sie aber nichts Unmögliches von ihrem Welpen. Meiner Meinung nach ist es eine Qual, wenn ein Welpe unter vielen Artgenossen zu lange ruhig sitzen soll. Das gibt Stress für sie und ihren Hund. Wenn sie glauben es wird ihrem Welpen zuviel, dann verlassen sie die Gruppe. Nur bis zum Ende der Stunde bleiben weil wir ja bezahlt haben, das bringt nichts. Sie können sich auch außerhalb einer Hundeschule mit „Hundefreunden“ treffen und so das soziale Verhalten fördern. Von der achten bis zwölften Lebenswoche (Sozialisierungsphase) sollten sie ihrem Welpen möglichst viele neue (positive) Eindrücke vermitteln. Was hier versäumt wird kann später meist nicht mehr nachgeholt werden.

Mit dem erwachsenen Hund können sie natürlich auch Hundesport betreiben, je nach Lust und Laune und nach Veranlagung des Hundes. Aber alles in Maßen, putschen sie ihren Hund nicht unnötig auf, er wird sonst immer etwas mehr von ihnen verlangen.

Noch etwas: Hundetrainer darf sich jeder nennen……. also immer die Augen offen halten !!!!